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Vorsicht bei Anschreiben der Firma INT Media

eine Unterschrift kann richtig teuer werden!

Aktuell verschickt INT Media mit Sitz in der Türkei an Gewerbetreibende per Fax  Anzeigenaufträge über die Erstellung eines "Bürger-Info-Folder Energie/Umwelt" mit Verteilungsgebiet in der Postleitzone 9.

Die Stadt Greding möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass von der Kommune bzw. einer anderen öffentlichen Behörde momentan K E I N E Bürgerinformationsbroschüre erstellt wird.

Die Verantwortung für die Schaltung einer kostenpflichtigen Anzeige liegt alleine bei den Inserenten.

Das Geschäftsmodell des türkischen Unternehmens ist unserer Ansicht nach auf Täuschung angelegt. Gewerbetreibende sollen mit Hilfe von zweifelhaften Methoden dazu bewegt werden, eine Werbeanzeige in einer Bürgerbroschüre in Auftrag zu geben.
Die Masche solcher Unternehmen liegt meist darin, sich zunächst bei einem Gewerbetreibenden telefonisch zu melden. In diesem Telefonat wird dem Gewerbetreibenden vorgetäuscht, dass bereits eine Anzeige geschaltet sei, und dass nunmehr die Neuauflage anstehe. Um die Richtigkeit der Anzeige zu bestätigen bzw. zu überprüfen, müsse man nur noch ein Korrekturfax mit der (meist aus einer Publikation kopierten!) Anzeige ausfüllen, unterschreiben und zurücksenden. Wenige Tage nach dem Telefonat erhält der Betroffene auch ein Fax mit der Anzeige. Wer dieses Korrekturfax aber unterschrieben zurücksendet, steckt in der Falle. Denn nach Ansicht der INT Media hat man damit einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen.
Ein Anzeigenauftrag bei der INT Media ist mit horrenden Kosten verbunden. Zwar soll ein Anzeigenfeld nur 399,00 Euro kosten. Die Kosten können aber beträchtlich höher rausfallen, da sich der Anzeigenpreis mit der Anzahl der Anzeigenfelder vervielfältigt. Hinzu kommen die Satz- und Farbpauschale sowie Versandkosten. Zudem zahlt man nicht nur für eine Auflage, sondern gleich für drei innerhalb eines Jahres. Es können daher schnell Kosten in Höhe von rund 3.000,00 Euro entstehen.
Wer innerhalb von 14 Tagen ab Anzeigenauftrag gegenüber der INT Media schriftlich den Rücktritt erklärt, hätte normalerweise keine Rechnungsstellung zu befürchten. Für die Rechtzeitigkeit kommt es auf den Zugang der Rücktrittserklärung bei der INT Media an. Die Sache hat nur einen Haken. Die angeblichen Kunden erfahren in der Regel erst nach der Rechnungsstellung von dem Anzeigenauftrag für die Bürgerinfo. Denn die Rechnung wird regelmäßig erst weit nach Ablauf der 14 Tage gestellt. Das Rücktrittsrecht ist damit wertlos.
(Quelle: https://marketingvertraege.si-recht.de/anbieter-von-marketingvertraegen-und-seo-diensten/vga-media---buergerinfo.html)

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