Sie ist die größte romanische Basilika im ehemaligen Hochstift Eichstätt und stellt das kunsthistorisch bedeutendste Monument der Stadt Greding dar. Die fünf unteren Geschosse des Turms sind die ältesten Gebäudesteile und stammen aus dem späten 11. Jahrhundert. Unter dem First der Stadt zugewandten Mauer des Turmes befindet sich ein Spruchband mit der lateinischen Inschrift "Videt omnia", zu deutsch: "Er (Gott) sieht alles." Die heutige Basilika wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und von Bischof Otto (1182 - 1196) geweiht. Im Zuge baulicher Veränderungen wurden die beiden vorderen der ursprünglich sechs Rundbogenarkade vereinigt, um ein östliches Querschiff zu gewinnen. Bei der Renovierung der Kirche von 1965 - 1967 wurden die beiden Rundbögen wieder hergestellt.Der um 1480 entstandene, ausdrucksvolle spätgotische Hochaltar zeigt den gekreuzigten Christus, zu dessen Füßen die ihn beweinende Maria Magdalena kniet. Die beiden zur Seite stehenden Figuren St. Maria und St. Johannes sind Arbeiten aus dem späten Rokoko (um 1780), also rund 300 Jahre jünger. In der Predella des Altars ist ein Beweinungsrelief (um 1480) eingelassen: Um den Leichnam Jesu scharen sich Maria und Johannes, drei heilige Frauen, Nicodemus und Joseph von Arimathia.
Die Bemalung der Hauptapsis stammt aus der Erbauungszeit der Basilika und zeigt Christus auf dem Regenbogen thronend, in der linken Hand die Weltkugel haltend, die Rechte segnend erhoben. Umrahmt wird dieses Motiv von den Symbolen der vier Evangelisten. Im Mittelschiff zeigt ein Fresko aus dem 15. Jahrhundert den Kirchenpatron St. Martin auf einem Schimmel sitzend, wie er seinen Mantel mit dem Schwert für einen Bettler teilt. Das 5,20 x 2,45 m hohe Christophorus-Bild entstand ca. um 1370. Der Heilige schreitet mit dem Jesukind durch das Wasser, aus dem einen Sirene auftaucht. Blickte ein Gläubiger beim Betreten der Basilika auf dieses Bild, wurden ihm seine Sünden für diesen Tag erlassen.
Am dritten Pfeiler der Nordseite befindet sich eine kleine Darstellung der hl. Dorothea mit Blumenkorb und Palme aus der Zeit um 1420. Am gegenüberliegenden Arkadenpfeiler der Südseite zeigt ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert den gekreuzigten Heiland mit vier Heiligenfiguren.
![]() In der Basilika finden sich darüber hinaus einige Renaissancemalereien aus dem Jahr 1588, von denen die Apostelfiguren St. Johannes, St. Jakobus und St. Andreas zu erkennen sind. Der romanische Taufstein stammt wohl aus dem Hochmittelalter, der Erbauungszeit der Kirche. An der linken Wand des Längsschiffes befinden sich mehrere dort eingelassene Grabsteine.
Öffnungszeiten:
April - September von 8.00 - 20.00 Uhr
Oktober - März von 8.00 - 17.00 Uhr
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